Endodontische Behandlungen

Endodontische Behandlungen – Wurzelkanalbehandlung

Endodontologie ist der Fachausdruck für Wurzelkanalbehandlungen. Diese beschäftigen sich mit dem verletzten Nerv im Innern des Zahnes.

Der Nerv ist umgeben von Blut- und Lymphgefässen, sowie Bindegewebe. Durch einen Unfall oder eine Infektion (z. B. durch ein Loch, verursacht durch Bakterien) kann sich der Nerv entzünden. Die entstehende Entzündungsreaktion kann schmerzhaft (oder seltener schmerzfrei) verlaufen und eine Behandlung notwendig machen. Um einen Zahn mit entzündetem Zahnnerv zu kurieren hat man zwei Möglichkeiten. Erstens den schmerzhaften Zahn zu entfernen, oder zweitens den Nerv im Zahn zu behandeln. Dies geschieht mit einer Wurzelkanalbehandlung.

Dabei werden unter Lokalanästhesie die verbliebenen Nervenreste im Zahn entfernt. Zusätzlich werden die Kanäle, in denen die Nerven verlaufen, leicht erweitert und mit einem Medikament desinfiziert. Im Anschluss wird, je nach Entzündungsgrad ein desinfizierendes Medikament eingegeben und für ca. 3 Wochen belassen. Hat sich in dieser Zeit die Entzündung zurückgebildet, können die erweiterten Kanäle definitiv mit einem Wurzelfüllmaterial (Guttapercha und Zement) verschlossen werden.

Ist die Wurzelkanalbehandlung erfolgreich, lässt sich der behandelte Zahn mit einer Füllung oder Krone wiederherstellen.

 

Indikation einer Wurzelkanalbehandlung

Eine Wurzelkanalbehandlung kann von uns empfohlen werden, wenn

  • eine Entzündung (Loch, verursacht durch Bakterien) den Zahn/Zahnnerv angreift.
  • ein Zahn tief gespalten ist.
  • ein Zahn einen starken Schlag/Unfall erfahren hat.

Vorteile

  • ein stark geschädigter Zahn kann so erhalten werden.
  • eine Ausbreitung der Entzündung auf andere Bereiche im Kiefer kann vermieden werden.

Nachteile

  • die Behandlung ist nicht in jedem Fall möglich. Der Zahnnerv kann sich beispielsweise als Schutz „einmauern“ und nicht aufgefunden werden. So ist eine Desinfektion nur schwer möglich.